Samstag, 30. November 2013

Wie die heutige Generation der Berufsanfänger so manchen Personalchef zur Verzweiflung treibt...

Foto: Peter Smola/pixelio.de


Für die Personalchefs in vielen Unternehmen sind ungemütliche Zeiten angebrochen: Einer Untersuchung der Hochschule Koblenz zufolge unterscheiden sich die heutigen Berufsanfänger deutlich von denen der letzten Jahrzehnte - man spricht von der Generation Y, auch weil "Y" und "why?" - also "warum?" - auf Englisch gleich ausgesprochen werden.

Früher genügte es oft, mit einem passablen Einstiegsgehalt, ein paar Extras wie der Aussicht auf einen Bonus und einen Firmenwagen sowie Perspektiven auf einen raschen Aufstieg in der Unternehmenshierarchie zu winken, und die künftigen Mitarbeiter waren sofort auf Linie.


Doch in den letzten zwanzig Jahren sind viele Gewissheiten von früher zerbrochen. Die heutigen Mittzwanziger haben bei Eltern und Verwandten oft hautnah erlebt, wie langjährige und verdiente Mitarbeiter von heute auf morgen ausgetauscht werden, Gehälter faktisch gesunken sind, Extras gestrichen wurden und sich der Druck gleichzeitig erhöht hat. Und sie haben auch erlebt, was dies für das private Umfeld bedeuten kann - berufliche Probleme sind oft ein Auslöser und Katalysator von Trennungen und Scheidungen, von gesundheitlichen Beeinträchtigungen ganz zu schweigen. Daher fragen sie sich zurecht "Warum?" und stellen laut der Untersuchung der Hochschule Konstanz die Karriere hinten an: Eine ausgewogene Work-Life-Balance, eine stabile Partnerschaft und eigener Nachwuchs sind ihnen wichtiger.


Problematisch ist dies insbesondere in Branchen wie dem Sozialwesen, der Hotellerie/Gastronomie und dem Handwerk, die ohnehin mit Fach- und Führungskräftemangel kämpfen, oder in weniger bekannten mittelständischen Unternehmen auf dem flachen Land, die als "uncool" empfunden werden. Dabei können gerade diese kleineren Betriebe aus der Not eine Tugend machen, indem sie auf die Wünsche ihrer künftigen Mitarbeiter eingehen: Home Office, flexible Arbeitszeiten, Kinderbetreuung vor Ort, ein kurzer Dienstweg und ein freundliches Miteinander in einem vertrauten und überschaubaren Kollegium.


In meiner Beratungspraxis erlebe ich, dass es durchaus noch den klassischen Karrieretypen gibt, dem bereits von seinem Abitur klar ist, dass es nach einem betriebswirtschaftlich orientierten Studium durchstarten will, viel Geld und ein teures Auto besitzen möchte - und natürlich ein Haus mit der Familie dazu. Erstaunlich viele aber, und gerade die, die schon im Berufsleben (oder kurz davor) stehen, äußern ganz klar, dass der Job zwar zum Leben reichen soll, dass Partnerschaft, Familie und persönliches Lebensglück aber eindeutig Vorrang haben. Die Generation Y - es gibt sie also tatsächlich, und die Personalabteilungen werden sich darauf einstellen müssen.

Sonntag, 3. November 2013

Persönlichkeitstests in der Orientierungsberatung

Foto: Barbara Eckholdt / pixelio.de

Im Internet findet man viele standardisierte Eignungstests zur Berufswahl, auch einige Institutionen verwenden solche Tests. Als Ergebnis werden nicht selten konkrete Berufsbilder vorgeschlagen, die bei den Beteiligten Verwunderung oder Verärgerung hervorrufen.

Auf Wunsch und wenn es sinnvoll ist, verwende ich in meiner Orientierungsberatung ebenfalls Persönlichkeitstest, wobei sich diese stark von den oben genannten unterscheiden. Die von mir verwendeten Tests sind kreativ angelegt und seit vielen Jahrzehnten bewährt. Sie liefern Ergebnisse darüber, welche Art von Tätigkeit, Umfeld und Position die Person im beruflichen Umfeld anstreben sollte, um langfristig zufrieden und erfolgreich sein zu können.

Sprechen Sie mich bei Interesse gerne an, um mehr zu erfahren.