Montag, 27. Januar 2014

Berufs- und Studienwahl: Wie man mit dieser Entscheidung professionell und dennoch entspannt umgeht

Erich Keppler  / pixelio.de

Berufsberater und Studiencoaches, ob sie nun angestellt oder privat tätig sind, erleben in Gesprächen fast täglich, wie sich junge Menschen bereits in der Entscheidungsphase für eine Ausbildung oder ein Studium massiv selbst unter Druck setzen. Die Wahl des Berufs wird zur wichtigsten, alles entscheidenden Frage, die alle Weichen in die Zukunft stellt - bei der richtigen Entscheidung ins Glück, bei der falschen Entscheidung ins Verderben.

Nun wird jeder erfahrene Berufsberater bestätigen, dass die richtige Berufswahl natürlich einen erheblichen Einfluss auf Zufriedenheit und Erfolg hat. Wer sich bei der Entscheidung jedoch zu sehr unter Druck setzt, erreicht nur Folgendes: Entweder blockiert er sich selbst derart, dass er zu gar keiner Entscheidung mehr fähig ist. Oder aber es wird rasch eine halbherzige und unüberlegte Entscheidung gefällt, um das Thema "offiziell abhaken" zu können.

In beiden Fällen ist eine professionelle Unterstützung durch einen Berater oder Coach sinnvoll. Denn unser Schulsystem ist nun mal so aufgebaut, dass man am Ende der Schulzeit nicht unbedingt weiß, welche Stärken man hat und welche Ziele man im späteren Leben erreichen will. Eine gewisse Ratlosigkeit und Unsicherheit sind also völlig normal und können sich gut beheben lassen, wenn man mit einer erfahreneren und verständnisvollen Person mit solidem Fachwissen über diese Themen spricht, um gemeinsam zu einem guten Ergebnis zu kommen.

Ebenso normal ist die Tatsache, dass man eine rasch getroffene Entscheidung für einen Beruf oder einen Studiengang früher oder später eventuell noch einmal überdenken muss. Manche Studierende quälen sich Semester über Semester mit mäßigem oder ausbleibendem Erfolg mit einem Studium, von dem sie schon lange wissen, dass es nicht das richtige für sie ist. Oder sie beenden eine Ausbildung, obwohl sie wissen, dass sie niemals im erlernten Beruf arbeiten werden oder möchten. Dahinter steckt entweder die Angst, eine Fehlentscheidung zugeben zu müssen, oder das Gefühl, es gäbe keine Alternativen. Auch hier ist das Gespräch mit einem professionellen Berater sinnvoll, um die Weichen neu - und diesmal richtig - zu stellen. Denn Fehlentscheidungen sind völlig normal und können uns Wege aufzeigen, wie wir es beim nächsten Mal richtig machen - vorausgesetzt, wir setzen uns damit auseinander und blenden die Realität nicht aus.