Montag, 17. März 2014

Massenstudium BWL: Wie sich Studierende erfolgreich von der Konkurrenz abgrenzen

Lupo / pixelio.de

Das Studium der Betriebswirtschaftslehre ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen die Nummer 1 in Deutschland. Und so sind aktuell über 200.000 Studierende in einem betriebswirtschaftlichen Studiengang an einer deutschen Hochschule eingeschrieben.

Beim BWL-Studium schieden sich ja schon immer die Geister: Die einen sehen es als idealen Weg in eine gesicherte berufliche Zukunft, der dem Studierenden breite Möglichkeiten lässt und ihn nicht zu früh und zu sehr einengt. Andere kritisieren genau dies und unterstellen, dass nur derjenige Betriebswirtschaft studiert, der seine Stärken und Interessen nicht kennt und nichts mit sich anzufangen weiß. Und natürlich haben auch Banken- und Finanzkrise kräftig am Image der Disziplin gekratzt.

Wie auch immer: Bei derart hohen Absolventenzahlen ist die Konkurrenz groß, und der Berufseinsteiger kann sich heute definitiv nicht mehr so sicher wie früher sein, dass ihn sein BWL-Studium automatisch in Glück, Erfolg und Wohlstand führt. Welche Regeln gibt es also zu beachten?

Zunächst kann man Betriebswirtschaft fast überall und in den unterschiedlichsten Modellen studieren. Es gibt aber gewisse Hochschulen und Studienmodelle, die einen besseren Ruf genießen als andere. Man sollte sich also genau vorab informieren und beraten lassen, WO und WIE man sein Studium absolviert. Viele der angesehenen Programme sind übrigens mit hohen Zulassungshürden belegt; ein Studierender mit mittelprächtigen Noten kommt hier gar nicht ohne Weiteres hinein und weicht dann evtl. auf eine weniger angesehene Hochschule aus. Ob dies wirklich so klug ist, sollte man sich vorab gut überlegen.

Darüber hinaus zählt gerade beim BWL-Studium die Praxiserfahrung der Studierenden. Manche Studiengänge ermöglichen dies besser als andere, viele Programme haben den Erwerb beruflicher Erfahrung sogar fest integriert. Auch hier kann man viel richtig und einiges falsch machen: Wie viel Erfahrung bei welchem Arbeitgeber in welcher Position gesammelt wurde, entscheidet nach dem Abschluss maßgeblich über Qualität und Vergütung des ersten Jobs.

Schließlich gibt es mittlerweile zahllose kombinierte Management-Studiengänge, die neben BWL unterschiedliche Branchenkenntnisse oder Spezialisierungen vermitteln. Ohne intensive Beratung ist es kaum möglich, das gesamte Angebot zu überblicken und zu bewerten. Hier gilt es wieder, die Spreu vom Weizen zu trennen: Grundsätzlich sind diese kombinierten Studienangebote eine tolle Sache, aber wenn die Absolventen später auf den Arbeitsmarkt drängen, zeigen sich deutliche Unterschiede.

Kurzum lässt sich sagen: Zu einem Studium der Betriebswirtschaftslehre lässt sich weder grundsätzlich raten, noch lässt sich pauschal davon abraten. Und ja, fast alle BWL-Absolventen haben früher oder später irgendeinen Job, aber das gilt im Grunde für alle Hochschulabsolventen, egal welcher Fachrichtung. Wer im Beruf durchstarten will, sollte genau abwägen, für welches Studienprogramm an welcher Hochschule er sich entscheidet.